Hundeverhaltenstraining

Mit Respekt, Geduld und Verständnis für den Hund und seine Bedürfnisse, können Probleme in Chancen verwandelt und so die Lebensqualität von Hund und Halter, verbessert werden. 

Ziel jeder Verhaltenstherapie bzw. jedes Trainings ist es immer, Hund und Mensch zu helfen, damit sie (wieder) zu einem Team werden können. Im Vordergrund steht immer die Tatsache, dass die positiven Seiten jedes Hundes und der Spaß den der Mensch mit seinem Hund hat, die Probleme auf jeden Fall überwiegen und jeder Hund es deshalb mehr als wert ist, dass man Zeit und Geduld in ein Training mit ihm investiert und ihn auf keinen Fall sofort aufgibt. Jedes Training wird individuell auf die Talente und Potentiale von Hund und Mensch aufgebaut! 

 

Wir Menschen kommunizieren hauptsächlich über die Sprache, unsere Hunde nutzen die Lautäußerung (Bellen, Winseln, Fiepen, Knurren etc.) eher weniger bzw. nur neben vielen nonverbalen Verhaltensweisen und teilen uns ihre Gefühle, Wünsche, Stimmungen etc. überwiegend durch Körpersprache und Gesten mit. Gerade hier kommt es zwischen Mensch und Hund oft zu Missverständnissen!

Dass muss nicht sein, wenn Sie lernen Ihren Hund zu verstehen und mit ihm auf eine Art und Weise kommunizieren, die er verstehen kann!

 

So werden Sie und Ihr Hund zu einem echten Team! 

 

Auch wenn Sie einen Hund mit Behinderung (blind, taub, sonst. Beeinträchtigung) haben, lasse ich Sie nicht allein, sondern stehe Ihnen helfend zur Seite und zeige Ihnen, dass Ihr Hund trotzdem ein glückliches und artgerechtes Leben haben kann.

 

Müssen unsere Hunde wirklich immer nur funktionieren und wenn sie das nicht tun, wollen sie uns einfach nur ärgern?

 

Es wird immer schwerer, in unserer Welt ein Hund zu sein und sich in Großstädten mit Lärm, Hektik und ständiger Reizüberflutung zurechtzufinden. Selbst wenn ein Hund in der Stadt aufgewachsen ist und natürlich kein „Miniwolf“ ist, dürfen wir nicht vergessen, dass unsere Welt nicht sein natürlicher Lebensraum ist. Hunde sind extrem anpassungsfähig und haben uns Menschen als Sozialpartner akzeptiert, d. h. sie geben sich die größte Mühe, ein harmonisches Leben mit uns zu führen. Erfreulicherweise sind Hunde mittlerweile weitgehend akzeptiert und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Allerdings nur dann, wenn sie sich an die Regeln halten. Nur welche Regeln sind das? Hierbei handelt es sich nicht um die Etikette die jeder Hund von seinen Hundeeltern und in einem Hunderudel lernen würde, sondern um unsere menschlichen Benimmregeln die häufig ganz und gar nicht mit den natürlichen Instinkten unserer Hunde übereinstimmen.

 

Was ist also nicht normal?

 

-         Gegenstände die sich bewegen oder auch nicht, werden angebellt...

 

-         Menschen die frontal mit ausgestreckten Händen auf den Hund zukommen werden angebellt, mit Drohverhalten abgewehrt oder der Hund versucht zu fliehen....

 

-         Der Hund ist in einer überfüllten Fussgängerzone oder total überlaufenen Hundewiese vollkommen überfordert und reagiert mit stressbedingtem Verhalten das nicht in das Bild der meisten Menschen passt, in dem Hunde eben nicht auffallen dürfen....

 

 Die Liste liesse sich noch beliebig erweitern und als Halter eines solchen Hundes bekommt man immer mehr Druck von aussen und muss sich pausenlos vorwerfen lassen, man hätte seinen Hund einfach nicht im Griff und würde sich von diesem auf dem Kopf herum tanzen lassen. Aber ist es das wirklich? Verfolgen unsere Hunde wirklich nur ein einziges Ziel, nämlich die Menschen zu ärgern, zu dominieren und schließlich die „Weltherrschaft“ zu übernehmen? Aus Verzweilfung und um die Forderungen der Mitmenschen zu erfüllen, wird immer häufiger zu tierschutzrelevanten Methoden gegriffen, die den Hund nur noch mehr stressen und immer mehr in einen teufelskreis geraten lassen. Er lebt in einer Welt für die er ursprünglich nicht geschaffen ist, an die er sich aber nur allzugerne anpassen möchte und in den meisten Fällen auch kann – allerdings kann er das nur mit der Unterstützung seines Menschen.

 

 

Mit dem Hund und nicht gegen den Hund!

 

Haben wir einen Hund der sich unangepasst verhält und z. B. hektisch alle Menschen anspringt, müssen wir uns zuerst fragen, warum tut er das? Das Anspringen ist z. B. ein Verhalten das Welpen ranghöheren Rudelmitgliedern gegenüber zeigen, um deren Mundwinkel zu erreichen und zu lecken. Hierbei handelt es sich um eine eindeutige Beschwichtigungsgeste die dem Gegenüber Respekt zollen soll und keine respektlose Unverschämtheit darstellt! Möchten wir das nicht, dürfen wir den Hund weder verurteilen noch bestrafen, denn das versteht er nicht und wird sein Beschwichtigungsverhalten nur noch intensivieren. Bevor der Hund also einfach nur als lästig und unerzogen bestraft, abgelehnt etc. wird, muss der Mensch genau hinsehen. Selbstverständlich haben auch Menschen das Recht, dem Hund Verhaltensweisen die sie selbst als unangenehm empfinden abzugewöhnen. Jeder Hund kann lernen, einen Menschen zu begrüßen ohne an diesem hoch zu springen.

 

Die Anpassungsfähigkeit und Lernfähigkeit unserer Hunde ist nahezu grenzenlos, wenn sie mit den richtigen Methoden trainiert werden.

 

Wichtig ist nicht was der Hund darf oder nicht darf, sondern mit welcher Haltung der Mensch dem Hund gegenüber tritt. Hunde sind sozial lebende Tiere und sowohl in der freien Natur als auch in unserer Welt, als Einzeltier zum Tode verurteilt. So gut wie jedes Hundeverhalten das wir als falsch oder unangemessen empfinden, kann durch Training in andere Bahnen gelenkt werden. Hunde sind auch durchaus dazu bereit, sich auf Alternativverhalten einzulassen und dieses ebenso zu geniessen, allerdings nur dann, wenn der Mensch ihn als ebenso vollwertigen Sozialpartner ansieht, wie er das tut.

 

Um beim oben genannten Beispiel zu bleiben wäre es also der richtige Weg, den Hund der schon wieder alle Menschen anspringt durch die Leine zu sichern und ihn für sein aus seiner Sicht höfliches Verhalten wertzuschätzen, anstatt ihn als nervig zu bestrafen und abzulehnen. In kleinen und mit Hilfe von positiver Verstärkung aufgebauten Schritten kann er dann lernen, sich z. B. vor jeden Menschen zu setzen und sich zur Begrüßung streicheln zu lassen. Somit wird seine freundliche Begrüßung ebenso freundlich erwiedert und der Hund kann seine ursprüngliche Botschaft – nämlich „ich bin freundlich und möchte, dass du mir ebefalls nichts tust“ – verständlich anbringen und erfährt keinen sozialen Stress.

 

Dieses Beispiel lässt sich auf andere aus unserer Sicht problematischen Verhaltensweisen unserer Hunde übertragen...

 

Mein Wunsch ist es, dass wir versuchen, unsere Hunde zu verstehen und ihnen die Wertschätzung entgegen zu bringen, die sie verdienen. Das bedeutet nicht, dass Hunde alles dürfen sollen und niemals versuchen Grenzen auszutesten. Dennoch sind die meisten unerwünschten Verhaltensweisen Stress bedingt und führen zu einem hohen Leidensdruck bei allen Beteiligten.

 

Nehmen wir uns die Zeit, uns einmal in unsere Hunde hinzuversetzen und ihr Verhalten und damit auch den ganzen Hund mit anderen Augen zu sehen, sind wir auch sehr viel mehr bereit, weniger Aufmerksamkeit auf die Dinge zu richten die der Hund in unseren Augen falsch macht, sondern die unzähligen positiven Eigenschaftern unserer Hunde anzuerkennen. Stehen wir unserem Hundefreund grundsätzlich positiv gegenüber, sinkt der Stresspegel bei Mensch und Hund schon einmal wesentlich und wir sind dazu in der Lage, die – seien sie auch noch so klein – Fortschritte des Hundes zu erkennen und zu einem Team mit ihm zusammen zu wachsen!